Wem langweilig wird in diesen trüben Tagen, hier ein paar Anregungen aus meinem aktuellen Lesefundus… bunt gemischt.
The Sun Magazine | The Prayer Of The Body
Stephen Schwartz hat einen radikal einfachen und überzeugend schönen Ansatz, Gefühle als wichtigen Ausdruck unserer Seele wahrzunehmen und anzuerkennen. Der Aufsatz ist persönlich aufrüttelnd – Stephen hat gerade eine Krebserkrankung hinter sich und berichtet auch davon) – und absolut lesenswert (Englisch)
Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?
Die Aufsätze von Roland Kopp-Wichmann lese ich sehr oft mit Genuss und Gewinn, durchdacht, tiefgründig und persönlich engagiert – so auch dieser.
Big Mind: Großer Geist – Großes Herz
Der amerikanische Meditationslehrer Dennis Genpo Roshi Merzel hat einen faszinierenden Ansatz entwickelt, durch eine „Innere Teile Arbeit“ „überpersonale“ und „transzendente“ Anteile sprechen zu lassen und damit wach zu rufen. Spannend!
Klaus Renn, „Dein Körper sagt dir, wer du werden kannst – Focusing – Weg der inneren Achtsamkeit“.
Focusing sollte meines Erachtens jeder kennen, der sich mit Gewaltfreier Kommunikation bzw. Persönlichkeitsentwicklung im Allgemeinen befasst. „Was wollen mir meine Gefühle eigentlich sagen“ – das ist die Frage für die Focusing einen praktischen und undogmatischen Weg bietet, um zu innerer Klarheit zu erlangen. Klaus Renns Buch ist eine echte Bereicherung für diese, leider immer noch relativ unbekannte Methode.
Gerade am Lesen… „Ethisches Marketing“ von Dr. S. Rupprecht und Georg Parlow. Bin ich erst am Reinschnuppern, der Titel hat mich angesprochen und das Inhaltsverzeichnis klang vielversprechend, wie auch die Rezensionen auf Amazon…
2 Antworten : “Lesefutter für trübe Tage”




Hallo lieber Markus,
vielen Dank für diesen sehr interessanten und – für mich – wichtigen Blog, wobei ich mich zunächst nur auf den Link zum Artikel über Schläge in der Kindheit beziehe.
Ich habe sehr intensiv über meine Kindheitserfahrungen nachgedacht und musste feststellein, dass ich wohl inzwischen (mit 55 Jahren) dazu neige, das, was ich noch erinnere (nicht verdrängt habe?) zu bagatellisieren. Der Satz „Ich wollte nie so werden, wie mein Vater“ – einer meiner wichtigsten Glaubenssätze in den ersten Jahren /Jahrzehnten?) meines Erwachsenseins – hat mich sehr berührt und betroffen gemacht – da ist wohl doch noch vieles aufzuarbeiten!! (Ich glaubte beim Tod meines Vaters, inzwischen mit ihm „im Klaren“ zu sein…..)
Gleichzeitig merke ich, wie wichtig es war, dass es mir gelungen ist, den eigenen Kindern ein anderer Vater sein zu können. Die große Vertrautheit in der Verbindung zu meinen, inzwischen längst erwachsenen Kindern betrachte ich als ein Geschenk, das mein Vater nicht haben konnte. Dafür bin ich sehr dankbar.
Ich danke dir für diese wunderbare Erkenntnis an einem trüben Novmebertag
Herzliche Grüße
Ottmar
@ottmar: Vielen Dank für deine persönliche Geschichte zu diesem Beitrag! Freut mich, wenn es eine Anregung für dich war.
Ich kann deinen Satz „Ich will nie so werden wie mein Vater“ aus eigener Erfahrung sehr nachempfinden. Für mich steckt zum einen die Sehnsucht darin, zu meinen Kindern einen besseren, d.h. angstfreien, nahen und liebevollen Kontakt zu haben, in dem sie sicher sind und auch mich als Vater als einen Menschen mit Gefühlen erleben.
Für mich war in diesem Satz aber auch viel Ablehnung und Wut auf meinen Vater verpackt – und ich habe eine Weile gebraucht, bis ich wirklich seine Verletzlichkeit und Menschlichkeit hinter den Dingen, die mir weh getan haben, entdecken und verstehen konnte.
Mit herzlichen Grüßen,
Markus