Sozialer Wandel

Gewaltfreie Kommunikation Friedensarbeit auf den Philippinen unterstützten

Hier eine Information, die mir von Gerli und Ralf Clar geschickt wurde und die ich gerne verbreite.

image Amina Mambuay ist die erste und bisher einzige Trainerin für "Gewaltfreie Kommunikation" auf den Philippinen. In diesem Land flammen immer wieder militante Konflikte auf, die zum Teil durch jahrhunderte alte Feindbilder zwischen Christen und Muslimen geschürt werden. Zu helfen, diese Mauern aus Schmerz und Hass aufzulösen ist das Anliegen von Amina Mambuay, die für alle Bevölkerungsgruppen Trainings in "Gewaltfreier Kommunikation" anbietet. Sie stellt dabei die Bedürfnisse aller Beteiligten in den Mittelpunkt um jenseits aller Vorurteile die Verbindung der Menschen zueinander wieder möglich zu machen.

Ihre Seminare sind gut besucht – von LehrerInnen, Jugendlichen, sozial Engagierten und selbst von Militärs und anderen Gruppen quer durch die philippinische Gesellschaft. Um der wachsenden Nachfrage begegnen zu können braucht Amina finanzielle Unterstützung, da die Teilnahme an ihren Trainings kostenlos ist. Sie sagt: "Die Menschen kommen nur wenn es nichts kostet, da sie es sich nicht leisten könnten einen Seminarbeitrag zu bezahlen"
Da wir sie persönlich kennen, ihr vertrauen und Ihre Arbeit sehr schätzen haben wir ein Spendenkonto für sie eingerichtet, dass ausschließlich der Sammlung von Spendengeldern für Ihre Arbeit dient. Die Kontoauszüge werden einmal jährlich an alle Spender versendet und Amina berichtet regelmäßig von ihrer Arbeit. Die ersten 150,00 € konnte ich ihr vor einigen Tagen überweisen. Wer möchte kann ihr also auf folgendes Konto eine Spende zukommen lassen. (Text Gerli Clar)

Hier die Info über ihre Arbeit als PDF zum Herunterladen und weitergeben.

Postbank Stuttgart
Konto: 186 729 701
BLZ: 60010070
Stichwort: Spende GFK Philippinen

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Restorative Circles – Auf dem Weg zu einer Gerechtigkeit von Herzen

Wer sich für neue Wege im Umgang mit Verbrechen, Gewalt und Wiedergutmachung interessiert, sollte sich diese Ankündigung von zwei Workshops über „Restorative Circles“ mit Dominic Barter merken. Restorative Circles ist ein Prozess, der von Dominic Barter in Brasilien entwickelt wurde. Seit 1994 zeigt Barter neue Wege zu Eigenverantwortung und Heilung auf. Restorative Circles bringen Täter, Opfer und deren Umfeld in einem Kreis zusammen und laden sie zum Gespräch ein. Miteinbezogen werden alle, die auf irgendeine Weise betroffen sind.

Dominic Barter begann seine Restorative Circles-Arbeit in den Favelas brasilianischer Großstädte. Inzwischen setzt er seinen Ansatz auch auf anderen Gebieten erfolgreich ein: bei der Polizei, in Schulen, Vereinen, NGOs und in der Geschäftswelt. In den ersten 10 Jahren war es Pionierarbeit; 2004 kam der Durchbruch. Seither arbeitet Barter intensiv mit dem brasilianischen Justizministerium sowie dem Bildungsministerium zusammen. Unterstützt von UNDP, UNESCO und dem Sekretariat für Menschenrechte, investiert das Justizministerium in sämtliche Pilotprojekte.
Homepage Restorative Circles
Workshop-Termine in Berlin und Bremen

Und hier noch ein update – ein Interview mit Dominic Barter (Englisch mit dt. Untertiteln)

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Politik ohne Feindbilder

Dieses Thema steht schon lange auf meiner Schreibagenda, ich habe aber noch keine Zeit dafür gefunden. Nun hat mich jemand auf diesen Artikel aufmerksam gemacht, der mir gefällt und auf den ich gerne hinweise:

“Politik ohne Feindbilder – Gewaltfreie Kommunikation, ein Ansatz, in politischen Auseinandersetzungen erfolgreich zu sein” von Barbara Leitner, erschienen in der Zeitschrift “der Freitag”

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Empathie-Lücke bei Führungskräften

Mit dem Phänomen der Empathie-Lücke habe ich mich in “Die Empathie-Lücke schließen” befasst. Aus eigener Erfahrung als jemand, der häufig Gruppen anleitet und führt, kann ich sagen, dass das Thema für die Entwicklung meiner Führungsfähigkeit enorm wichtig war und ist. Empathie-Lücken bei Führungskräften haben einen gravierenden Einfluss auf die Qualität der Teamarbeit, das soziale Klima und die Motivation der Mitarbeiter.

  • Eine Empathie-Lücke wird oft mit Führungsstärke verwechselt.
    Eine Empathie-Lücke hat zur Folge, dass man die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen unzureichend wahrnimmt. Dies führt zu einem “klar und entschieden” wirkendem Verhalten, dass tatsächlich jedoch schlicht egoistisch ist und auf Kosten anderer Menschen geht. Ein derartiges autokratisches Führungsverhalten ist in Gruppen und Teams, die langfristig erfolgreich zusammenarbeiten sollen fehlt am Platz.
  • Führungskräfte mit einer Empathie-Lücke scheinen oft erfolgreich
    Führungskräfte mit einer Empathie-Lücke haben wenig Bedenken und Hemmnisse, ihre eigenen Interessen auf Kosten anderer durchzusetzen. Dies ist oft schneller und effizienter ist als eine Gruppen-Entscheidung, geht allerdings auf Kosten des sozialen Klimas. Hohe Mitarbeiterfluktuation und Krankenstände, schwelende Konflikte und Mobbing sind typische Symptome für derartige Führungsweisen.
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Die Empathie-Lücke schließen – Yes you can :o)

Empathie, die Fähigkeit zum “Mitempfinden”, ist die Grundlage und der soziale Klebstoff für den Zusammenhalt der menschlichen Gemeinschaft. Mit dem Begriff “Empathie-Lücke” hat US-Präsident Barack Obama dem Thema neue Aufmerksamkeit verschafft (s. Video). Obama bezeichnet Empathie als den wichtigsten Wert einer Gesellschaft.

Was heißt Empathie-Lücke?

Empathie meint die Fähigkeit, sich innerlich “in die Schuhe eines anderen stellen zu können” und so dessen Gefühle nachempfinden zu können. Empathie-Lücke bezeichnet das Fehlen bzw. eine geringe Ausprägung dieser Fähigkeit.

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Kommunikation ist der Lebensnerv jeder Gemeinschaft – auch in Unternehmen!

Aus Götz Werner, „Einkommen für alle

Die Kommunikation auf allen Ebenen ist dabei von zentraler Bedeutung, wird aber leider immer wieder unterschätzt. Denn das mitmenschliche Interesse ist alles andere als einen Nebensache, es ist vielmehr der Lebensnerv jeder Gemeinschaft, jedes gesellschaftlichen Zusammenhangs. Es ist daher auch eine Frage der Kultur, der Unternehmenkultur, die interne Kommunikation zu fördern und zu pflegen, denn Gleichgültigkeit ist der Anfang des Zerfalls einer Gemeinschaft, die ein erfolgreiches Team ja sein sollte.
Wie soll ein Kollege ein aufrichtiges Interesse an Kunden entwickeln, wenn er schon kein aufrichtiges Interesse für den Kollegen aufbringt? Denn wie wir miteinander umgehen, so gehen wir auch mit den Kunden um.

Dass diese Worte keine leeren Hülsen sind, beweist Götz Werner in dem von ihm gegründeten Unternehmen dm-Markt (wo er heute im Aufsichtsrat ist). Transparente und offene Kommunikation wird groß geschrieben, genauso wie eine hohe Selbstverantwortung und Mitwirkung der MitarbeiterInnen.

„Gleichgültigkeit ist der Anfang des Zerfalls einer Gemeinschaft“. Diesen Satz wünsche ich mir in jedem Lehrbuch für Führungskräfte (Lehrer- und ErzieherInnen, Eltern). Menschen brauchen gegenseitiges Interesse und Verständnis so dringend wie die Luft zum Atmen!

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Gewalt, Strafe und Gewaltfreie Kommunikation

Empathie verhindert Gewalt

In der Ausgabe von „Geo-Wissen“ zum Thema Verhalten, Persönlichkeit, Psyche  findet sich ein lesenswerter Artikel zur Aggressionsforschung beim Menschen. Der finnische Aggressionsforscher Björkqvist wird darin mit der (mittlerweile wohl nachgewiesenen) Hypothese zitiert, dass die Fähigkeit zur Empathie ein entscheidender Faktor bei der Ausübung oder eben Nicht-Ausübung von Gewalt unter Menschen ist. Menschen, die eine geringe Empathiefähigkeit besitzen neigen schneller zum Einsatz verbaler und körperlicher Gewalt, weil sie sich schlicht nicht vorstellen können, dass das weh tun kann.

Der Grund für meinen Kommentar dazu ist nicht diese Einsicht, sondern die Konsequenz die (leider) wieder mal daraus gefolgert wird. Da der „Täter“ nicht fühlt, dass seine Tat schmerzlich für das „Opfer“ ist, soll er dies lernen, indem er sich entschuldigt. Dann werden z.B. „Entschuldigungstage“ eingeführt, in der Hoffnung, dass damit alles gut wird.

Entschuldigung ist keine Lösung

Das Gewaltpräventionsprogramm von Herrn Björkqvist kommt also, wie leider die allermeisten Konflikt-/Gewaltprogramme, nicht um das Thema „Schuld“ herum. Wer glaubt, dass Täter, die sich „schuldig“ fühlen, dann weniger gewalttätig sind, dem empfehle ich das Buch „Violence„  vonJames  Gilligan. Gilligan hat Hunderte von Tiefeninterviews mit den härtesten Gewaltverbrechern in den USA geführt und sein Ergebnis war schlicht und ergreifend: Diese Täter begehen ihre Tat WEIL sie sich schuldig fühlen und schämen!

Das Selbstwertgefühl dieser Menschen ist so gering und Schmerz darüber so tief, dass sie wahrscheinlich aus einer seelischen Schutzfunktion heraus überhaupt keine Empathie mehr haben, auch nicht für sich selbst (daher verstümmeln sich Tausende von Gefangenen in den amerikanischen Gefängnissen, um endlich wenigstens Schmerz zu fühlen).

Gewaltprävention durch Empathie -  oder gewaltfreie Gefängnisse

Vergessen wir das Konzept von Schuld! Wem soll es helfen, wenn der Täter“ schuld“ ist? Die Empathiefähigkeit ist der entscheidende Punkt. Gewalttäter müssen, um wieder zu sozialen Wesen zu werden, Empathie neu lernen. Was wir brauchen sind gewaltfreie Gefängnisse, in denen Gewalttäter menschlich behandelt werden, Empathie bekommen und Unterstützung erhalten, um neue, gewaltfreie Strategien für ihre Bedürfnisse zu finden. Das ist die Vorgehensweise bei den Gefängnissen, die das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg umsetzen. Und falls das nicht (mehr) funktioniert, dann kann und muß man diese Menschen liebevoll von der Gesellschaft fern halten, um uns und sie selbst (vor sich) zuschützen.

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Gewaltfreie Kommunikation und Gefängnisarbeit – neuer Blog!

Wir freuen uns sehr, hier auf den ersten deutschsprachigen Blog zu Gefängnisarbeit mit Gewaltfreier Kommunikation hinweisen zu können!

Georgis Heintz, langjährige Wegbegleiterin, Kollegin und Freundin, schreibt zur Eröffnung ihres Blogs:

Endlich habe ich es geschafft, diesen Blog zu erstellen. Mir liegt sehr viel daran, ein Forum zur Information und zum Austausch des Themas Gefängnisarbeit zu haben.
Für mich ist die Gewaltfreie Kommunikation das Werkzeug, welches ich in der Begegnung mit Inhaftierten nutze. Gleichzeitig möchte ich mehr über andere Gefängnisprojekte erfahren, um davon zu lernen und mehr Möglichkeiten in meiner Arbeit zu erlangen.
Und ich glaube an Kooperation und Verbindung. Es gibt viele Menschen, die ihre Energie in diese Arbeit geben. Diese Menschen möchte ich finden, und gemeinsam ein mehr an Kraft, Ideen und Wirksamkeit erleben.

Wir wünschen ihr von ganzem Herzen alles Gute und viel Erfolg für ihre so wichtige und wertvolle Arbeit!

Blog Gewaltfreie Kommunikation und Gefängnisarbeit

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