Empathie

Empathisches Coaching – lösungsorientiert oder nicht?

Die Aussage, dass das empathische Coaching (empathische Begleitung im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation) nicht lösungorientiert sei, höre ich manchmal von Teilnehmern, die schon Ausbildungen in NLP, lösungsfokussierter Beratung o.ä. absolviert haben. Diese Teilnehmer erleben Empathieprozesse mit Gewaltfreier Kommunikation und bekommen dabei, so scheint es mir, ihre Erfahrungen aus den unterschiedlichen Ausbildungen nicht so ganz zusammen. Zum einen erleben sie, welche erleichternde und (er-)lösende Wirkung Empathie hat, zum anderen sind sie verunsichert, weil am Ende eines solchen Gesprächs nicht immer konkrete Lösungswege stehen. (Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass sie selbst (als Unterstützer) mehr die Lösung brauchen als ihr Klient, für ihr Selbstbild, als Erfolgsbeweis… aber das ist ein anderes Thema.) Ich möchte hier zeigen, warum ich die Unterscheidung „Lösungsorientiert, oder nicht?“  für wenig hilfreich und manchmal auch für lebensfremd halte.

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Neue Ausbildung Empathisches Coaching 2011

Die Ausbildung Empathisches Coaching richtet sich an Menschen, die die empathische Unterstützung und Beratung mit Gewaltfreier Kommunikation erlernen und vertiefen möchten.

Empathie im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation ist ein machtvolles Instrument zur Klärung innerer Konflikte, für Entscheidungsprozesse und Bewältigung persönlicher Herausforderungen. Zusammen mit der authentischen Persönlichkeit der/des Unterstützers/in bietet sie dem Klienten den vertrauensvollen Rahmen, in dem er/sie sich ausdrücken, entdecken und wachsen kann.
Im Zentrum der Ausbildung stehen daher die Vertiefung der Empathiefähigkeit und die Persönlichkeitsentwicklung.

Die Arbeit an den eigenen Wachstumsgrenzen und „Empathielücken“, an behindernden Glaubenssätzen und schmerzhaften Lebenserfahrungen stellt den lebensnahen Bezug der Ausbildung sicher und schafft gleichzeitig ein authentisches, lebendiges Übungsfeld.

Die kleine Gruppengröße mit höchstens 10 TeilnehmerInnen garantiert eine persönliche Betreuung und intensives Lernen.

Hier geht´s zur Ausschreibung Empathisches Coaching

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Meine Bedürfnisse sind zweitranging…

Die Schönheit der Bedürfnisse – die Arbeit mit Glaubenssätzen in der Gewaltfreien Kommunikation

In diesem kurzen Video kann man einen Einblick in die Arbeit der Gewaltfreien Kommunikation mit Glaubenssätzen gewinnen. Es ist schön zu beobachten, wie die empathische Begleitung (durch Robert Gonzales) der Klientin immer tiefere Einblicke vermittelt, woher ihre einschränkende Überzeugungen kommen, wie sie sich durch die bewusste Betrachtung davon distanzieren kann und die Bedürfnisse dahinter wieder spüren kann. Meiner Erfahrung nach ist die enschränkende Wirkung von Glaubenssätzen dadurch nicht sofort verschwunden, aber wenn diese bewusste Betrachtung ein paar Mal geschieht, lockert sich das behindernde Verhaltensmuster mit der Zeit und es entsteht eine neue, innere Freiheit und die Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse besser zu spüren und zu erfüllen. Diese spürbare, lebendige Qualität nennt Robert Gonzales die „Schönheit der Bedürfnisse“.

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Die empathische Zivilisation, Jeremy Rifkin

IJeremy Rifkin, Die empathische  Zivilisationch lese gerade die „Die empathische Zivilisation“ von Jeremin Rifkin . Das Buch hat sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen, von verhalten anerkennend (Suttgarter Zeitung) bis hin zu offen ablehnend oder polemisch (Die Welt, FAZ). Mich interessiert das Thema Empathie natürlich berufsmäßig, und eine „empathische Zivilsation“ klingt in meinen Ohren erst mal schön… zu schön um wahr zu sein?

Das erste Kapitel „Homo empathicus“ hat mich auf jeden Fall gefesselt, die Beschreibung der „Geschichte der Menschheit, die nie erzählt wurde“ (also die Geschichte der Empathie) ist eingängig und mit interessanten Beispielen beschrieben. Wer weiß schon, dass selbst Ratten mitfühlend sind? Ja, sind sie, nachzulesen auf Seite 81. Mal sehen, wie es weitergeht, ich werde berichten…

Hat es jemand schon gelesen? Ich freue mich über Kommentare.

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Mitgefühl ist Eigennutz

“Mitgefühl ist Eigennutz”, so der Titel des spannenden Interviews, das der Wissenschaftsjournalist Stefan Klein mit dem Neurophysiologen Vittorio Gallese, dem Entdecker der Spiegelneuronen, führte. “Sag ich doch”, dachte ich mir sofort – denn in den Seminaren zur Gewaltfreien Kommunikation betone ich oft, dass wir „alles was wir tun, nur für uns selbst, für die Erfüllung unserer eigenen Bedürfnisse tun” – eben auch einem Menschen empathisch zuhören oder mitfühlend reagieren.

Der Artikel betont auch, dass es einen Unterschied von Empathie (Einfühlung) und Mitgefühl (Mitleid) gibt:

Tatsächlich können Sie Empathie und Mitgefühl völlig voneinander entkoppeln. Denken Sie nur an einen Sadisten, der Lust erlebt, gerade weil er sich in das Leid seines Opfers einfühlen kann. (Vittorio Galles)

Einfühlung ist also nicht per se “gut”. Man weiß, dass Kriminelle oft ein hohes Einfühlungsvermögen haben, sie können sich perfekt in das Innenleben ihrer Opfer einfühlen – und nutzen dies dann brutal aus indem sie ihre Opfer zur Kooperation überreden (ein Buch, das ich in diesem Zusammenhang gern empfehle, auch wenn es etwas “reißerisch” ist, ist “Mut zur Angst” von Gavin de Becker.)

Mitgefühl, also das Nachempfinden von Leid als Leid und der daraus entstehende soziale Handlungsimpuls, um das Leid zu vermindern, folgt nicht zwingend aus Empathie. Warum und wieso Mitgefühl entsteht, und wie stark, ist wissenschaftlich noch ungeklärt.

Und auch hier ist es ja nicht so, dass Mitgefühl immer “gut” oder auch nur hilfreich ist – nicht auszudenken, wenn mein Zahnarzt (mit dem ich übrigens sehr zufrieden bin, daher der Link zu seiner Praxis in Kaufering bzw. Waal) mir nicht mehr helfen könnte, weil er beim Anblick meines schmerzverzerrten Gesichts selbst Zahnschmerzen bekäme? Menschen können (und müssen wahrscheinlich) lernen, ihr Mitgefühl zu steuern – natürlich auch wieder im Eigeninteresse, mein Zahnarzt möchte ja auch Geld verdienen :o )

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Amoklauf in Winnenden – vermeidbare Eskalation von Gewalt?

Der Amoklauf des jugendlichen Schülers in Winnenden hinterlässt 16 Tote, tiefe Trauer bei den Angehörigen und Fassungslosigkeit bei uns allen. Niemand kann für den Schmerz die passenden Worte des Trosts finden – wir möchten an dieser Stelle unser tiefes Mitgefühl ausdrücken.

Eine Amoklauf hinterlässt die immer gleichen Fragen:
Was bringt jemand zu einer solchen Tat?
Wie kann man eine solche Tat verhindern?
Die erste Frage ist nicht mehr zu beantworten, der Täter ist selbst zum Opfer geworden.

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Empathie-Lücke bei Führungskräften

Mit dem Phänomen der Empathie-Lücke habe ich mich in “Die Empathie-Lücke schließen” befasst. Aus eigener Erfahrung als jemand, der häufig Gruppen anleitet und führt, kann ich sagen, dass das Thema für die Entwicklung meiner Führungsfähigkeit enorm wichtig war und ist. Empathie-Lücken bei Führungskräften haben einen gravierenden Einfluss auf die Qualität der Teamarbeit, das soziale Klima und die Motivation der Mitarbeiter.

  • Eine Empathie-Lücke wird oft mit Führungsstärke verwechselt.
    Eine Empathie-Lücke hat zur Folge, dass man die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen unzureichend wahrnimmt. Dies führt zu einem “klar und entschieden” wirkendem Verhalten, dass tatsächlich jedoch schlicht egoistisch ist und auf Kosten anderer Menschen geht. Ein derartiges autokratisches Führungsverhalten ist in Gruppen und Teams, die langfristig erfolgreich zusammenarbeiten sollen fehlt am Platz.
  • Führungskräfte mit einer Empathie-Lücke scheinen oft erfolgreich
    Führungskräfte mit einer Empathie-Lücke haben wenig Bedenken und Hemmnisse, ihre eigenen Interessen auf Kosten anderer durchzusetzen. Dies ist oft schneller und effizienter ist als eine Gruppen-Entscheidung, geht allerdings auf Kosten des sozialen Klimas. Hohe Mitarbeiterfluktuation und Krankenstände, schwelende Konflikte und Mobbing sind typische Symptome für derartige Führungsweisen.
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Die Empathie-Lücke schließen – Yes you can :o)

Empathie, die Fähigkeit zum “Mitempfinden”, ist die Grundlage und der soziale Klebstoff für den Zusammenhalt der menschlichen Gemeinschaft. Mit dem Begriff “Empathie-Lücke” hat US-Präsident Barack Obama dem Thema neue Aufmerksamkeit verschafft (s. Video). Obama bezeichnet Empathie als den wichtigsten Wert einer Gesellschaft.

Was heißt Empathie-Lücke?

Empathie meint die Fähigkeit, sich innerlich “in die Schuhe eines anderen stellen zu können” und so dessen Gefühle nachempfinden zu können. Empathie-Lücke bezeichnet das Fehlen bzw. eine geringe Ausprägung dieser Fähigkeit.

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