Empathisches Coaching – lösungsorientiert oder nicht?
Die Aussage, dass das empathische Coaching (empathische Begleitung im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation) nicht lösungorientiert sei, höre ich manchmal von Teilnehmern, die schon Ausbildungen in NLP, lösungsfokussierter Beratung o.ä. absolviert haben. Diese Teilnehmer erleben Empathieprozesse mit Gewaltfreier Kommunikation und bekommen dabei, so scheint es mir, ihre Erfahrungen aus den unterschiedlichen Ausbildungen nicht so ganz zusammen. Zum einen erleben sie, welche erleichternde und (er-)lösende Wirkung Empathie hat, zum anderen sind sie verunsichert, weil am Ende eines solchen Gesprächs nicht immer konkrete Lösungswege stehen. (Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass sie selbst (als Unterstützer) mehr die Lösung brauchen als ihr Klient, für ihr Selbstbild, als Erfolgsbeweis… aber das ist ein anderes Thema.) Ich möchte hier zeigen, warum ich die Unterscheidung „Lösungsorientiert, oder nicht?“ für wenig hilfreich und manchmal auch für lebensfremd halte.
Neue Ausbildungen Gewaltfreie Kommunikation und Empathische Mediation
Die neuen Ausbildungskurse Gewaltfreie Kommunikation und die Empathische Mediation sind online.
Übrigens: In der gerade begonnen Basis-Ausbildung Gewaltfreie Kommunikation ist der Einstieg mit geringen Vorkenntnissen noch bis 28. Juli möglich!
Basis-Ausbildung Gewaltfreie Kommunikation, Start 10.-13.2.2011
Ausbildung / Aufbaumodul Empathische Mediation, Start 31.3. – 3.4.2011
MehrIst die Gewaltfreie Kommunikation systemisch?
Diese Frage wurde mir ein paar Mal gestellt, hauptsächlich von Interessenten an einer Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation. Auf meine Nachfrage, was sie denn unter “systemisch” verstünden, stellte sich dann oft heraus, dass ihnen unklar ist, was der Begriff meint bzw. dass ihre und meinen Definition von “systemisch” nicht so ganz übereinstimmen.
Mir scheint der Begriff “Systemisch” ist auf dem Beratungs- und Ausbildungsmarkt seit ein paar Jahren “in”. Aus einer normalen Mediationsausbildung wird dann eine “systemische Ausbildung in Mediation”, um sich von anderen Angeboten abzuheben. Ob das inhaltlich immer gegeben und sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln…
MehrNeustart der Trainer/innen-Zertifizierung Gewaltfreie Kommunikation (nach Dr. Marshall Rosenberg)
Ich freue mich, dass nun nach über 3 jähriger Überarbeitung die Trainer/innen-Zertifizierung für Gewaltfreie Kommunikation wieder startet! Eine Neuregistrierung ist im Moment jedoch noch nicht möglich.
Ich habe die Informationen dazu auf der Seite http://de.nvcwiki.com/index.php/Hauptseite#CNVC_TrainerInnen-Zertifizierung
eingestellt und überarbeitet.
Mit dem Thema “TrainerInnen-Zertifizierung” gab und gibt es immer wieder spannende Diskussionen. Da wir in der Gewaltfreien Kommunikation recht kritisch auf Bewertungen schauen, entsteht schnell das Missverständnis, dass Gewaltfreie Kommunikation “ohne Bewertung” auskommt. Das dem nicht so ist, habe ich versucht in “Wie lernt man Gewaltfreie Kommunikation?” zu zeigen.
Zur Erinnerung: Bevor es eine “formale” TrainerInnen-Zertifizierung gab, hat Marshall Rosenberg in eigener Verantwortung “TrainerInnen für Gewaltfreie Kommunikation” ernannt. Er hat also die Fähigkeiten und die Haltung dieser Menschen bewertet (!) – und er hat oft “nein” gesagt (natürlich ganz gewaltfrei
). Erst seit 2003 gibt es eine “formale” TrainerInnen-Zertifizierung und auch hier hat Marshall selbst die Personen ernannt, die er für fähig hielt, die Assessierungsgespräche durchzuführen. Die entscheidende Frage ist also nicht, “ob” sondern “wie” man bewertet!
Ausbildung Empathische Mediation 2012
Ausbildung / Aufbaumodul Empathische Mediation 2012 auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation
Ausbildung nach den Standards des Bundesverband Mediation (BM e.V.)
Konfliktlösung menschlich, effektiv, nachhaltig
Mit unserem Aufbaumodul Mediation haben Sie die Möglichkeit, ihre GFK-Ausbildung zu einer Mediationsausbildung nach den Standards des Bundesverbandes Mediation zu erweitern. Wenn Sie noch keine Vorkenntnisse in Gewaltfreier Kommunikation benöten Sie eine Basis-Ausbildung in Gewaltfreier Kommunikation.
Start 17. – 20. Mai 2012, Biburg (zwischen Augsburg und Ulm)
Lernen Sie uns kennen – kostenfreies Webinar zur Ausbildung Empathische Mediation am 27.2.12 um 10.oo Uhr
Download Unterlagen (Rechtsklick „Ziel speichern unter…“)
Fragen und Antworten zur Gewaltfreien Kommunikation
Was bedeutet für dich Gewaltfreie Kommunikation?
Für mich ist die Gewaltfreie Kommunikation zum einen eine „Selbst-Erziehungsmethode“, um mich selbst bei meiner Entwicklung als Mensch zu unterstützen.
Nachdem ich Marshall Rosenberg das erste Mal auf einem Einführungsseminar hörte, das war im Jahr 1999, fühlte ich mich ungefähr so, wie wenn ich innerlich eine 90 Grad-Wäsche durchgemacht hätte. Danach hatte sich mein Weltbild vom Kopf auf die Füße gestellt. Mir wurde damals langsam (sehr langsam) bewusst, dass die Art und Weise, wie ich denke und mit mir und anderen umgehe, mir nicht gut tut.
Auf der anderen Seite steht für mich die GFK für ein spirituelles Welt- und Menschenbild – was Riane Eisler mit „Partnerschaftlichem Leben“ beschrieben hat, trifft es ganz gut – und sie bietet eine Methode an, dieses Menschenbild praktisch umzusetzen und zu leben.
MehrIntensiv-Schulung Gewaltfreie Kommunikation in Seelsorge & Beratung
Ich möchte auf dieses kurzfristige, aber interessante Angebot hinweisen, dass Johannes Hüger, ein sozial engagierter Trainer mit uns organisiert. Zusammen mit meiner Kollegin Alexandra Boos werde ich 12 Tage lang Berater- und SeelsorgerInnen in der ressourcen-orientierten, empathischen Begleitung von Klienten trainieren.
Das Training startet mit einem Schnuppertermin am 20. und 21. Februar in Biburg bei Augsburg. Es gibt bereits reges Interesse, so dass die Durchführung gesichert scheint – baldige Anmeldung ist hilfreich.
Termine:
* 20. – 21. Februar 2009
* 2. – 4. April 2009
* 21. – 24. Mai 2009
* 23. – 25 Juli 2009
* 23. – 25. Oktober 2009
Kosten 1950,- Euro incl. Verpflegung. Übernachtung 225,- (für alle 9 Übernachtungen).
Weitere Informationen bei
Koinonia
Seminare fürs Leben
Rommelsrieder Str. 25
86420 Biburg
Tel.: 0821 486 1509
Fax: 0821 48 57 80
Wie lernt man Gewaltfreie Kommunikation?
Um diese Frage zu beantworten ist es erst mal wichtig, zu klären, was “Gewaltfreie Kommunikation” eigentlich ausmacht – und was nicht.
Um mit Letzterem anzufangen und ein paar häufigen Missverständnissen zu begegnen:
Gewaltfreie Kommunikation…
… heißt nicht, nur noch in Beobachtungen, Gefühlen, Bedürfnissen und Bitten zu reden (“4 Schritte”).
… heißt nicht, aufzuhören zu denken, zu analysieren, zu bewerten etc.
… heißt nicht, Gefühls- und Bedürfnislisten auswendig zu lernen.
.. heißt nicht, sich dauernd zu zensieren und keinen Satz länger als 40 Wörter zu sprechen.
… heißt nicht, seinen Mitmenschen andauernd empathisch zuzuhören.
… heißt nicht, dass es keine Regeln, Verbote, kein “richtig und falsch”, kein “besser und schlechter”, keine Moral und Ethik etc. mehr gibt.
Was heißt nun Gewaltfreie Kommunikation?
Mein Verständnis von Gewaltfreier Kommunikation habe ich in verschiedenen Artikeln beschrieben.
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