Meine Bedürfnisse sind zweitranging…
Die Schönheit der Bedürfnisse – die Arbeit mit Glaubenssätzen in der Gewaltfreien Kommunikation
In diesem kurzen Video kann man einen Einblick in die Arbeit der Gewaltfreien Kommunikation mit Glaubenssätzen gewinnen. Es ist schön zu beobachten, wie die empathische Begleitung (durch Robert Gonzales) der Klientin immer tiefere Einblicke vermittelt, woher ihre einschränkende Überzeugungen kommen, wie sie sich durch die bewusste Betrachtung davon distanzieren kann und die Bedürfnisse dahinter wieder spüren kann. Meiner Erfahrung nach ist die enschränkende Wirkung von Glaubenssätzen dadurch nicht sofort verschwunden, aber wenn diese bewusste Betrachtung ein paar Mal geschieht, lockert sich das behindernde Verhaltensmuster mit der Zeit und es entsteht eine neue, innere Freiheit und die Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse besser zu spüren und zu erfüllen. Diese spürbare, lebendige Qualität nennt Robert Gonzales die „Schönheit der Bedürfnisse“.
MehrWie lernt man Gewaltfreie Kommunikation?
Um diese Frage zu beantworten ist es erst mal wichtig, zu klären, was “Gewaltfreie Kommunikation” eigentlich ausmacht – und was nicht.
Um mit Letzterem anzufangen und ein paar häufigen Missverständnissen zu begegnen:
Gewaltfreie Kommunikation…
… heißt nicht, nur noch in Beobachtungen, Gefühlen, Bedürfnissen und Bitten zu reden (“4 Schritte”).
… heißt nicht, aufzuhören zu denken, zu analysieren, zu bewerten etc.
… heißt nicht, Gefühls- und Bedürfnislisten auswendig zu lernen.
.. heißt nicht, sich dauernd zu zensieren und keinen Satz länger als 40 Wörter zu sprechen.
… heißt nicht, seinen Mitmenschen andauernd empathisch zuzuhören.
… heißt nicht, dass es keine Regeln, Verbote, kein “richtig und falsch”, kein “besser und schlechter”, keine Moral und Ethik etc. mehr gibt.
Was heißt nun Gewaltfreie Kommunikation?
Mein Verständnis von Gewaltfreier Kommunikation habe ich in verschiedenen Artikeln beschrieben.
MehrIntensiv-Training Mediation 10.-14.11.08
Termin: 10. – 14. November 2008
Ort: Seminarzentrum Linderhof, Allgäu
Kosten: 595,- Euro bzw. 495,- Euro (für ehemalige TeilnehmerInnen unserer Mediationsausbildung bzw. Ausbildung Gewaltfreie Kommunikation)
PDF-Download Seminarinformation
Langjährige Erfahrung in der Ausbildung hat mich gelehrt, dass für die erfolgreiche Arbeit als Mediatorin neben den grundlegenden Mediationsfähigkeiten vor allem die Klarheit und Bewusstheit der MediatorInnen entscheidend sind.
Löse deine inneren Begrenzungen
Der Schwerpunkt des Intensiv-Trainings liegt daher auf der Bewusstmachung und Lösung deiner behindernden Muster und Glaubenssätze, um in deiner Mediationstätigkeit freier, intuitiver und authentischer zu werden.
Anhand „schwieriger“ Situationen in der Mediation wirst du erkennen, wann du unbewusst in „deiner Geschichte“ bist, durch eigene Glaubenssätze den Kontakt zu dir selbst und/oder den Klienten verlierst, wann du aus Unsicherheit empathisch statt ehrlich bist, deine Führungsfunktion aufgibst etc. – und du wirst diese inneren Begrenzungen empathisch bearbeiten und überwinden lernen.
Vertiefe und erweitere deine Mediationsfähigkeiten
Du wirst deine Mediationsfähigkeiten in kritischen und herausfordernden Prozessen einer Mediation vertieft betrachten und erweitern. Dazu gehören bspw. Versöhnung und Vergebung, starke Eskalation, Sprachlosigkeit, der Umgang mit eskalierenden Denk- und Verhaltensmustern der Klienten, Mehr-Parteien-Mediation etc.
In einer sicheren und herausfordernden Lernsituation kannst du so an deinen „blinden Flecken“ und Wachstumsgrenzen arbeiten und noch mehr Selbstvertrauen in dich und deine Fähigkeiten als MediatorIn gewinnen.
Zertifikat:
Du bekommst nach der Teilnahme ein Zertifikat über 30 Stunden Fortbildung zu „Fachgebieten der Mediation“, die z.B. als Teil einer modularen Ausbildung Mediation für die Anerkennung beim Bundesverband Mediation eingebracht werden können.
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MehrRichtig reich werden – Selbständigkeit aus integraler Sicht – Teil 1
Wem das Beiwörtchen „integral“ langsam zum Halse raushängt dem sei versichert, dass er (oder sie) hier nichts verpasst, wenn sie (oder er) diesen Artikel einfach jetzt beiseite legt. Es gibt so viele andere spannende Dinge im Leben eines „integral informierten“ Menschen, da muss man wirklich nicht seine Zeit damit verschwenden, das Gleiche in neuen Worten zu lesen.
Also, tschüss – have fun dabei dein Licht in die Welt zu bringen um uns alle zu erleuchten (das meint eine „integrale Weltsicht“ nämlich (auch).
Für alle anderen: Ich verwende das Wörtchen „integral“ ganz gerne, weil es etwas beschreibt, was ich sonst dauernd in (zu) viele Worte fassen müsste, nämlich ungefähr so:
„Eine integrale Diskussion, z.B. hier zum Thema „Selbständigkeit und Geld und so“, schließt alle Bereiche menschlichen Wissens ein, d.h. subjektive und objektive Sichtweisen, individuelle und kollektive Phänomene, grundsätzlich verschiedene „Typen“ (wie z.B. „männlich“ und „weiblich“), darüber hinaus alle vor-rationalen (magisch, mythisch), rationalen und trans-rationalen (mystisch) Weltsichten der Menschheitsgeschichte und noch ein paar Kleinigkeiten mehr, die ich auch noch nicht alle verstanden habe
)“
Wie ein integrales Konfliktverständnis zu Frieden und Verständigung beitragen kann – Teil II
In Integrales Konfliktverständnis Teil I habe ich am Beispiel „Jugendgewalt“ dargestellt wie eine integrale Sichtweise auf dieses komplexe Problem angewendet werden kann. Die Einbeziehung der vier Perspektiven „Individuell/Kollektiv“ und „Subjektiv/Objektiv“ (in der integralen Theorie auch Vier Quadranten genannt) hilft dabei, wesentliche Konflikt- und Lösungsaspekte zu berücksichtigen bzw. vermeidet es, Teilwahrheiten überzubewerten.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Integralen Theorie, und Thema dieses zweiten Teils, ist die Betrachtung von Wachstum und Entwicklung in einer gesunden, natürlichen Abfolge (Hierarchie der Entwicklungsstufen).
Menschen entwickeln sich…
Menschen entwickeln sich, individuell und kollektiv, innerlich und äußerlich (4 Quadranten). Aber, und das ist entscheidend, Menschen entwickeln sich anscheinend nicht beliebig, sondern es gibt so etwas wie grundlegende, stabile und universelle Wachstumsstrukturen. Zahlreiche ForscherInnen untersuchten die Frage „Wie entstehen menschliche Fähigkeiten wie z.B. Wahrnehmung, Moral, Emotionale Intelligenz, Ich-Struktur?“ etc.. Dabei haben sie kulturübergreifende Muster festgestellt, (s. auch Lernstufen der Gewaltfreien Kommunikation), die man für ein integrales, d.h. möglichst umfassendes Verständnis von Konflikten berücksichtigen sollte.
MehrAufrichtigkeit und Empathie in mein Leben integrieren – Ausbildungsgruppe Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg
Die Anmeldung für die Ausbildungsgruppe Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenbeg „Aufrichtigkeit und Empathie in mein Leben integrieren“ ist ab sofort möglich.
Die Ausbildung richtet sich an alle, die sich vertieft mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftigen und die damit verbundene Haltung in ihr Leben integrieren möchten.
Unser Ansatz ist es, mit der Gewaltfreien Kommunikation eine authentische, bedürfnisorientierte Kommunikation zu vermitteln. Gewaltfreie Kommunikation heißt, Kontakt zu seinen Gefühlen und Bedürfnissen zu finden und aus dieser Haltung heraus kraftvoll und klar zu kommunizieren. Das bedeutet, ehrlich statt „nett“ zu sein oder „richtig gewaltfrei“ zu sprechen, sondern aufrichtig zu sein im Selbstausdruck und offen für empathischen Kontakt und Klärung.
MehrGrundlegende Glaubenssätze transformieren
Es ist immer ein unglaubliches Geschenk, wenn Menschen in den Seminaren „ihre Seele öffnen“ und wir gemeinsam die „Wolfswelt“ ihrer Gedanken erforschen, den oft sehr schmerzlichen Gefühle Raum geben und langsam Kontakt mit den dahinterliegenden Bedürfnissen und der darin verborgenen Schönheit finden. Ich bin nach einer solchen Arbeit innerlich genauso erfüllt wie die TeilnehmerInnen.
Ein Thema, dass wir in unseren Ausbildungen in Gewaltfreier Kommunikation einbringen, ist die Arbeit mit grundlegenden Glaubenssätzen – also Überzeugungen, die ich über mich und/oder die Welt habe und die eine tief verwurzelte „Brille“ oder den Kontext für meine Erfahrungen bilden.
Häufige Grundüberzeugungen sind z.B.:
- Ich bin nicht sicher (auf dieser Welt, mit meinem/r Partner/in etc.)
- Für mich ist nicht gesorgt.
- Ich werde nur geliebt, wenn… (ich lieb bin, etwas tue, leiste etc.)
- Wenn ich bin, wie ich bin, werde ich ausgestoßen, bin ich alleine etc.
- Es gibt nicht genug auf dieser Welt.
- Ich muss immer kämpfen.
und einige mehr – es gibt von vielen Sätzen individuelle Abwandlungen, die wir alle, mich eingeschlossen, mit uns herumschleppen. Da wir diese Sätze nicht „bewusst denken“ (die damit verbundenen Schmerzen würden uns handlungsunfähig machen), sie aber wirken, d.h. unsere unbewussten Reaktionen steuern, bilden sie so etwas wie den Nährboden für Konfliktmuster oder immer wiederkehrende schmerzhafte Erfahrungen, die wir im Leben machen.
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