Roots of Empathy – Wurzeln der Empathie

Wie können wir Gewalt an Schulen (und anderswo) verringern? Viele Studien zeigen, dass Gewalt durch eine verminderte oder nicht vorhandene Empathiefähigkeit entsteht und gefördert wird.
„Roots of Empathy“ ist ein erfolgreiches Programm um die Empathiefähigkeit von SchülerInnen zu fördern. 1996 von Mary Gordon initiiert, hat das Programm in Kanada über 150.000 Kinder erreicht und seine Wirksamkeit vielfach unter Beweis gestellt.
Das Prinzip ist so einfach wie genial. Eine Schulklasse erlebt, unterstützt von ausgebildeten TrainerInnen, das erste Lebensjahr eines Babys und die wachsende Bindung mit den Eltern. Auf diese Weise können die Kinder einen Teil ihrer eigenen emotionalen Entwicklung „nachholen“ und kommen wieder in Kontakt mir ihrer natürlichen Empathiefähigkeit. Sie erleben wie verletzlich ein Mensch ist und, das zeigen alle Evaluierungen des Programms, diese empathische Verbindung verringert die Gewalttätigkeit an den teilnehmenden Schulen dramatisch.
Mary Gordon ist für dieses Programm von Ashoka als beispielhaftes Projekt für „Social Entrepreneurship“ ausgezeichnet worden und „Roots of Empathy“ wird vom kanadischen Erziehungsministierium offiziell unterstützt.
MehrDo schools kill creativity?
Der Kreativitäts-Experte Sir Ken Robinsion über die natürliche Kreativität von Kindern und die systematische „Ab-Erziehung“ durch Schule und Gesellschaft.
„We are educating people out of their creativity,“ sagt Robinson.
Ein tolles Video, tiefgehend, lustig und bewegend – unbedingt ansehen (Englisch).
Gewaltfreie Erziehung
Ich möchte auf einen höchst lesenswerten Artikel zur gewaltfreien Erziehung hinweisen. Der Autor Oliver Heuler hat ihn als Kommentar anläßlich eines Interviews mit dem ehemaligen Salem-Direktor Bernhard Bueb, Autor von „Lob der Disziplin“, verfaßt.
Überhaupt gefällt mir die Seite www.heulers.de- „ein Plädoyer für eine Erziehung jenseits von Zuckerbrot und Peitsche“ – außerordentlich gut und ich empfehle sie hier gerne weiter.
Mehr



Letzte Kommentare