Wie lernt man Gewaltfreie Kommunikation?
Um diese Frage zu beantworten ist es erst mal wichtig, zu klären, was “Gewaltfreie Kommunikation” eigentlich ausmacht – und was nicht.
Um mit Letzterem anzufangen und ein paar häufigen Missverständnissen zu begegnen:
Gewaltfreie Kommunikation…
… heißt nicht, nur noch in Beobachtungen, Gefühlen, Bedürfnissen und Bitten zu reden (“4 Schritte”).
… heißt nicht, aufzuhören zu denken, zu analysieren, zu bewerten etc.
… heißt nicht, Gefühls- und Bedürfnislisten auswendig zu lernen.
.. heißt nicht, sich dauernd zu zensieren und keinen Satz länger als 40 Wörter zu sprechen.
… heißt nicht, seinen Mitmenschen andauernd empathisch zuzuhören.
… heißt nicht, dass es keine Regeln, Verbote, kein “richtig und falsch”, kein “besser und schlechter”, keine Moral und Ethik etc. mehr gibt.
Was heißt nun Gewaltfreie Kommunikation?
Mein Verständnis von Gewaltfreier Kommunikation habe ich in verschiedenen Artikeln beschrieben.
MehrKommunikation ist der Lebensnerv jeder Gemeinschaft – auch in Unternehmen!
Aus Götz Werner, „Einkommen für alle„
Die Kommunikation auf allen Ebenen ist dabei von zentraler Bedeutung, wird aber leider immer wieder unterschätzt. Denn das mitmenschliche Interesse ist alles andere als einen Nebensache, es ist vielmehr der Lebensnerv jeder Gemeinschaft, jedes gesellschaftlichen Zusammenhangs. Es ist daher auch eine Frage der Kultur, der Unternehmenkultur, die interne Kommunikation zu fördern und zu pflegen, denn Gleichgültigkeit ist der Anfang des Zerfalls einer Gemeinschaft, die ein erfolgreiches Team ja sein sollte.
Wie soll ein Kollege ein aufrichtiges Interesse an Kunden entwickeln, wenn er schon kein aufrichtiges Interesse für den Kollegen aufbringt? Denn wie wir miteinander umgehen, so gehen wir auch mit den Kunden um.
Dass diese Worte keine leeren Hülsen sind, beweist Götz Werner in dem von ihm gegründeten Unternehmen dm-Markt (wo er heute im Aufsichtsrat ist). Transparente und offene Kommunikation wird groß geschrieben, genauso wie eine hohe Selbstverantwortung und Mitwirkung der MitarbeiterInnen.
„Gleichgültigkeit ist der Anfang des Zerfalls einer Gemeinschaft“. Diesen Satz wünsche ich mir in jedem Lehrbuch für Führungskräfte (Lehrer- und ErzieherInnen, Eltern). Menschen brauchen gegenseitiges Interesse und Verständnis so dringend wie die Luft zum Atmen!
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