Konflikttheorie

Neue Ausbildungen Gewaltfreie Kommunikation und Empathische Mediation

Die neuen Ausbildungskurse Gewaltfreie Kommunikation und die Empathische Mediation sind online.

Übrigens: In der gerade begonnen Basis-Ausbildung Gewaltfreie Kommunikation ist der Einstieg mit geringen Vorkenntnissen noch bis 28. Juli möglich!

Basis-Ausbildung Gewaltfreie Kommunikation, Start 10.-13.2.2011

Basis-GFK Biburg 2011

Ausbildung / Aufbaumodul Empathische Mediation, Start 31.3. – 3.4.2011

Empathische Mediation 2011

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Wie ein integrales Konfliktverständnis zu Frieden und Verständigung beitragen kann – Teil II

In Integrales Konfliktverständnis Teil I habe ich am Beispiel „Jugendgewalt“ dargestellt wie eine integrale Sichtweise auf dieses komplexe Problem angewendet werden kann. Die Einbeziehung der vier Perspektiven „Individuell/Kollektiv“ und „Subjektiv/Objektiv“ (in der integralen Theorie auch Vier Quadranten genannt) hilft dabei, wesentliche Konflikt- und Lösungsaspekte zu berücksichtigen bzw. vermeidet es, Teilwahrheiten überzubewerten.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Integralen Theorie, und Thema dieses zweiten Teils, ist die Betrachtung von Wachstum und Entwicklung in einer gesunden, natürlichen Abfolge (Hierarchie der Entwicklungsstufen).

Menschen entwickeln sich…

Menschen entwickeln sich, individuell und kollektiv, innerlich und äußerlich (4 Quadranten). Aber, und das ist entscheidend, Menschen entwickeln sich anscheinend nicht beliebig, sondern es gibt so etwas wie grundlegende, stabile und universelle Wachstumsstrukturen. Zahlreiche ForscherInnen untersuchten die Frage „Wie entstehen menschliche Fähigkeiten wie z.B. Wahrnehmung, Moral, Emotionale Intelligenz, Ich-Struktur?“ etc.. Dabei haben sie kulturübergreifende Muster festgestellt, (s. auch Lernstufen der Gewaltfreien Kommunikation), die man für ein integrales, d.h. möglichst umfassendes Verständnis von Konflikten berücksichtigen sollte.

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Wie ein integrales Konfliktverständnis zu Frieden und Verständigung beitragen kann

„Integrale Theorie“ klingt furchtbar trocken und langweilig. Manche meiner Gesprächspartner überfällt eine plötzliche tiefe Erschöpfung sobald sie das Wort „Theorie“ hören – ich versuche es dann nicht persönlich zu nehmen ;-) Vielleicht kann ich meine Begeisterung für die integrale Perspektive, die der Philosoph Ken Wilber und andere seit den 70er Jahren entwickeln, so in Worte fassen:

Die integrale Sichtweise berührt gleichermaßen mein fühlendes Herz, meine mystische Seele und meinen analytischen Verstand – und das mag ich! Ich fühle mich „endlich angekommen“ mit diesem Denkrahmen, der alle Teile von mir ernst nimmt und „sein läßt“, seien sie magisch, kindlich, rational, als soziales Wesen wie als Individuum, den fühlenden, denkenden und den sich selbst beobachtenden „Markus“. Darüber hinaus gibt mir die integrale Philosophie einen Kontext, um meine Erfahrungen mit Menschen, die ich kaum anders als „spirituell“ nennen kann, in Einklang zu bringen mit Rationalität und Wissenschaft – ohne das eine auf das andere zu reduzieren oder zu verabsolutieren.

Integrale Perspektiven auf Konflikte – am Beispiel „Jugendgewalt“

Zunächst einmal ist wichtig zu sehen, dass die integrale Theorie an sich inhaltsleer ist – sie bietet keine neuen Daten (Inhalte), sondern einen neuen Rahmen, um die vorhandenen Daten besser einordnen und verstehen zu können. Das ist durchaus ähnlich wie das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation, die einem auch keine „neuen Gefühle“ (Daten) bietet, sondern ein neues Konzept wie diese Gefühle zu interpretieren sind (als Ausdruck von Bedürfnissen).

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Leben wir in gefährlichen Zeiten? Eine kurze Geschichte der Gewalt

Interessanter Vortrag von Steven Pinker, der behauptet, „Alles was Sie gemeinhin über Gewalt zu wissen meinen, ist falsch!“. Seine These: Wir leben heute so sicher und gewaltarm wie noch nie in der Geschichte der Menschheit – was meint Ihr?

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Top 10 Bücher für Mediatoren, Konfliktberater und -TrainerInnen

Hier unsere Top-10 Bücherempfehlungen für Konflikttrainer und -beraterInnen – und solche die es werden möchten.

1. Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation, Marshall Rosenberg
Marshall Rosenberg zeigt wie kein anderer die tieferen Zusammenhänge hinter Konflikten und hat mit der Gewaltfreien Kommunikation ein Lösungsmodel geschaffen, dass an Tiefe, Einfachheit und Effektivität seines Gleichen sucht.

2. Klärungshilfe 2 – Konflikte im Beruf, Christoph Thomann In meinen Augen immer noch das absolute Highlight der Mediationsliteratur. Nirgends wird Mediation / Klärungshilfe so tiefgehend, praxisorientiert und fundiert erklärt.

3. The Third Side: Why we fight and how we can stop, William Ury
William Ury stellt Mediation in den weiteren Rahmen unter die Frage, wie die Menschheit mit Konflikten umzugehen gelernt hat bzw. noch nicht gelernt hat. Sehr inspirierend.

4. Klärungshilfe, Friedemann Schulz von Thun, Christoph Thomann
Zu diesem Buch braucht man eigentlich nichts zu sagen – es ist DER deutschsprachige Klassiker für alle Beratungsberufe, also auch für MediatorInnen. Und absolut empfehlenswert.

5. Focusing, Eugene Gendlin
Ich halte Focusing (am besten in Zusammenhang mit Gewaltfreier Kommunikation) für DIE Selbsterfahrungsmethode schlechthin – und daher für Konfliktarbeiter unverzichtbar.

6. Die 7 Wege zur Effektivität, Stephen Covey
Dieses Buch ist für mich immer noch DIE Referenz zum Thema Lebensplanung, Selbstorganisation und Arbeitsmanagement. Jetzt in neuer Auflage mit DVD.

7. Das Leuchtturm-Prinzip. Wie Sie die richtigen Kunden gewinnen, Stacey Hall, Jan Stringer
Marketing muss sein – aber wenn schon, dann eines das Spaß macht und zu Ihnen passt. Hier finden Sie einen Ansatz, der erfrischend neu ist und weit über die üblichen Ratgeber hinausgeht.

8. Leitfaden. Das Handbuch für freie beratende, lehrende und therapeutische Berufe in Deutschland, Thomas Bannenberg
Alles drin was man wissen muss, wenn man als Berater- oder MediatorIn den Weg in die Selbständigkeit starten möchte.

9. Eine kurze Geschichte des Kosmos, Ken Wilber
Ken Wilber gilt als der Einstein der Bewußtseinsforschung. Dieses Buch öffnet den Blick auf das „größere Ganze“. Anspruchsvoll.

10. Die Welt verändern. Social Entrepreneurs und die Kraft neuer Ideen, David Bornstein
Wollen wir nicht alle die Welt zu einem besseren Ort machen? Dieses Buch bietet inspirierende Beispiele und macht Mut. Die Bettlektüre für alle Engagierten…

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