Selbständigkeit

Wenn der Sprung in die Selbständigkeit als Trainer nicht klappen will

Ich durfte in den letzten Jahren einige erfolgreiche Karrieren erleben (teilweise auch unterstützten) – habe aber auch einige herbe Fehlstarts mitbekommen. Ich denke mir oft, dass es bei den „Fehlstarts“ in die Selbständigkeit zwei grobe Erklärungsmuster gibt.

1. Du bist soweit, aber du „fühlst dich noch nicht soweit“.

Dein Umfeld, Kollegen und erfahrene Trainer sagen zu dir, „Du kannst das!“ – und dennoch bist du am Zweifeln und ängstlich vor dem „Sprung ins kalte Wasser“. Entspann dich ;o) Natürlich fühlst du dich nicht so weit! Wenn Du Anfänger bist, ist das normal. Wenn du völlig von dir überzeugt wärst – und diese Gedanken/Gefühle überhaupt nicht in dir auftauchen würden – dann würde ich mir Sorgen machen! Die Seminarszene braucht nicht noch mehr selbstüberschätze Egomanen a´la Jürgen Höller und Co.

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Das persönliche Internet – die Vorteile von RSS-Feeds und Blogreadern nutzen!

Mir geht es ähnlich wie Alexander Greisle es in „RSS-Newsfeeds verändern meine Internetgewohnheiten fundamental“ beschrieben hat. Seit ich Blogs abonniere – z.Zt. sind es um die 100 auf meiner sog. Blogroll – habe ich wesentlich mehr vom Internet! Weil diese Technik immer noch relativ unbekannt ist, mache ich hier hin und wieder Werbung dafür.

Das persönliche Internet

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Natürlich lese ich nicht alle Artikel, die jeden Tag in meinen Newsreader flattern (ich nutze dafür den Google-Reader, clean and simple), aber das ist kein Argument gegen RSS-Feeds/Blogs – wer liest jeden Artikel in der Zeitung?

Durch die RSS-Technik stelle ich mir mein ganz persönliches Internet-Angebot zusammen, in der ich nur ich die Autoren und nur über die Themen lese, die mich interessieren. Wie das funktioniert, ist in diesem kurzen Video witzig erklärt (auf Englisch).

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Suche in den eigenen Blogs oft effektiver

Über die Zeit entsteht in meiner Blogroll ein reicher Wissenspool, den ich mit Google-Reader strukturieren, durchsuchen und für die eigene Arbeit nutzbar machen kann. blog_reader Wenn ich mich z.B. über „Rechtsberatung für Mediatoren“ informieren oder wissen möchte, wer den Film/das Buch „The Secret“ genauso platt findet wie ich ;o) – dann suche ich zuerst in meinen abonnierten Blogs und erst wenn ich dort nichts finde in Google.

Wie kommt man auf (m)eine Blogroll?

Einfache Frage, einfache Antwort: Durch spannende, hilfreiche oder auch witzige Beiträge! Ich mag keine Blogs, die versuchen, durch Beiträge zu allen möglichen populären Themen möglichst viele Besucher anzuziehen (um über Werbung und Affiliate-Programme Geld zu verdienen). Daher miste ich meine Abos regelmäßig aus, wer zu oft, zu allgemein, mit zu wenig Nutzen für mich schreibt – fliegt wieder raus. Hier gilt für mich: Qualität statt Quantität!

Bloggen ist Netzwerken

Bloggen ist persönlich(er) – es ist ein Unterschied für mich, ob ich einfach mal auf eine Website surfe oder einen Blog über eine Weile abonniere. Auch „professionelles“ Bloggen lässt sehr viel mehr von der Persönlichkeit des Autors durchscheinen als eine statische Homepage, die womöglich noch über Jahre nicht verändert wurde. Über Blogs entstehen Kontakte, man kommentiert gegenseitig Beiträge und tauscht sich aus – und ein paar meiner Blogger-KollegInnen habe ich sogar schon „live“ kennengelernt. Also -viel Spaß beim Erforschen dieses „neuen“ Internets.

Wir wünschen allen schöne Osterfeiertage!

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Wie kommt man an Beratungsfälle und Klienten?

Wie kommt man an Beratungsfälle, Klienten und SeminarteilnehmerInnen?

Ich denke, das Thema „Marketing für Mediatoren, Trainer und- und BeraterInnen“ läßt sich auf zwei Säulen reduzieren:
- Mundpropaganda
- der ganze Rest ;o)

Thema Mundpropaganda
Der Mediator Kurt Faller bringt die Antwort auf obige Frage in diesem lesenswerten Interview auf den Punkt: „Die Erfahrung ist die, dass 80% über Mund zu Mund Propaganda läuft -das ist natürlich Teil einer Marketingstrategie.“ Dem ist nichts hinzuzufügen, außer natürlich der Frage, „Und wie bekommt man Mund-zu-Mund-Propaganda?“.

Wie schafft man es, dass möglichst positiv natürlich über einen gesprochen wird? Frag Dich selbst… Wann empfiehlst Du einen Zahnarzt, Steuerberater, eine Anwältin weiter?
Die Antworten sind doch meist ziemlich simpel, oder?

Was zählt sind handwerklich saubere, effiziente und stimmige Arbeit.
Also:
Gib Seminare, mach Vorträge, schreib Artikel – egal was, aber
- arbeite handwerklich sauber, d.h. „state of the art“ mit vernünftiger Ausbildung und ständiger Fortbildung,
- arbeite effizient, d.h. sei klar mit Deinen Angeboten und Versprechungen – und halte diese ein, egal ob Du ein Training gibst oder „nur“ einen Artikel schreibst,
und
- arbeite stimmig und kongruent, d.h. wenn Dir Deine Arbeit keinen Spaß mehr macht und Dich nicht mehr erfüllt, dann suche Dir was anderes.

Wenn Du dies, sagen wir ein Jahr lang machst und immer noch keine Beratungsfälle, Aufträge oder SeminarteilnehmerInnen bekommst, dann hast Du entweder unglaubliches Pech oder Du belügst Dich in einem oder mehreren der drei Punkte selbst (und behauptest dann, Du hättest Pech gehabt ;o).

Thema „Der ganze Rest…“

Zum ganzen Rest gehört all das, was all die vielen Marketingbücher beschreiben. Ich möchte mich hier auf das Thema Homepage beschränken, da unsere „restlichen 20%“ über diesen Weg zu uns finden – und damit eine Website für uns die effektivste, günstigste und erfolgreichste Marketingstrategie ist.

Zu diesem Thema habe ich vor einigen Jahren einen kurzen Artikel geschrieben, der aber immer noch halbwegs les- und brauchbar ist.

Kurz gesagt: Es gibt unsäglich viele Webseiten von MediatorInnen mit folgenden Inhalten: „Was ist Mediation? – Was kostet Mediation? – Welche Phasen hat Mediation? – Über mich.“
Oft sind diese „Inhalte“ dann nicht mal selbst geschrieben sondern von anderen Webseiten abgekupfert (und manchmal sogar eins-zu-eins von unserer geklaut).

Wen wundert es, wenn Besucher diese Website genau einmal und dann nie wieder besuchen Über derartige Homepages bekommt ihr vielleicht die Klienten, die verzweifelt einen Berater „direkt um die Ecke“ suchen – aber niemand wird dafür vom anderen Ende der Republik zu Euch anreisen.

Auf einer Homepage von Mediator- und BeraterInnen gehören vor allem und hauptsächlich drei Dinge:
1. Nützliche Inhalte
2. Nützliche Inhalte
3. Nützliche Inhalte
:o )
Und daneben dürfen dann auch noch die Angebote beschrieben werden, mit denen wir die Welt beglücken (und unseren Lebensunterhalt bestreiten) wollen.

Und auch hierbei zählen letztlich einzig und allein Deine Kreativität, Deine Begeisterung und Dein „Spirit“. Die 25. Linkliste zur Mediation haut niemand mehr vom Hocker, aber das ERSTE Märchen, das Kindern einen anderen Umgang mit Konflikten vermittelt vielleicht schon.

Entscheidend ist, dass Deine Homepage DEINE Gedanken, Gefühle, inneren Bildern, Deine Visionen und Ängsten, Deine Sehnsüchte und Hoffnungen ausdrückt. DAS ist es, was die „richtigen“ Menschen auf Deine Homepage – und dann auch zu Dir in die Beratung oder Seminar zieht!

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