Therapie

Empathisches Coaching – lösungsorientiert oder nicht?

Die Aussage, dass das empathische Coaching (empathische Begleitung im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation) nicht lösungorientiert sei, höre ich manchmal von Teilnehmern, die schon Ausbildungen in NLP, lösungsfokussierter Beratung o.ä. absolviert haben. Diese Teilnehmer erleben Empathieprozesse mit Gewaltfreier Kommunikation und bekommen dabei, so scheint es mir, ihre Erfahrungen aus den unterschiedlichen Ausbildungen nicht so ganz zusammen. Zum einen erleben sie, welche erleichternde und (er-)lösende Wirkung Empathie hat, zum anderen sind sie verunsichert, weil am Ende eines solchen Gesprächs nicht immer konkrete Lösungswege stehen. (Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass sie selbst (als Unterstützer) mehr die Lösung brauchen als ihr Klient, für ihr Selbstbild, als Erfolgsbeweis… aber das ist ein anderes Thema.) Ich möchte hier zeigen, warum ich die Unterscheidung „Lösungsorientiert, oder nicht?“  für wenig hilfreich und manchmal auch für lebensfremd halte.

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Grenzen des Coaching

In diesem Video von Hans-Peter Zimmermann beantwortet Theresa Wörndl, Fachärztin für Psychosomatik, einige Fragen, die auch Coaches und BeraterInnen interessieren dürften:

- Wann darf ich als medizinisch nicht ausgebildeter Berater Klienten helfen?

- Bei welchen psychischen Erkrankungen ist ein Arzt notwendig?

- Lassen sich spirituelle Erfahrungen von psychischen Erkrankungen unterscheiden?

- Welche Rolle spielt die Sinnfrage bzw. Spiritualität in einer Beratung?

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"Suchtfrei – die Illusion durchschauen" – DAS Buch zum Thema Sucht

suchtfrei Jan Geurtz, Schüler des tibetischen Arztes und Meditationslehrers Sogyal Rinpoche, arbeitet seit 1995 als Suchttherapeut. Man merkt dem Buch „Suchtfrei – die Illusion durchschauen“ sehr positiv an, dass es von buddhistischem Gedankengut beeinflusst ist. Denn Geurtz zeigt sehr einsichtig, dass hinter allen Abhängigkeiten eine grundlegende Gedanken- und Gefühlsstruktur steht, die vor allem mit der Flucht vor einem erneuten schmerzhaften Kontakt mit den eigenen „negativen“ Glaubenssätzen und den damit verbundenen unerfüllten Sehnsüchten und Bedürfnissen zu tun hat.

Den Kern der Abhänigkeitsillusion durchschauen

So lautet der Untertitel bzw. ein Kapitel des Buchs und ich finde, es wird diesem Anspruch absolut gerecht – soweit dies in einem Buch als Lehrmedium überhaupt möglich ist. Geurts nimmt seine LeserInnen auf sehr angenehme Weise mit durch die eigenen Ausreden und Ausflüchte, wenn es darum geht, seine Süchte anzusehen. Und ich habe mich ein paar Mal sehr positiv „ertappt“ gefühlt, wie Geurts meine eigenen Suchtstrukturen „durchschaut“ und beschrieben hat. Denn die geistig/mentale Grundstruktur für Abhängigkeit haben wir, wie gesagt, alle.

DAS Buch zum Thema Sucht

Es wäre eine (weitere) Illusion zu glauben, man könnte eine lange, schwere Abhängigkeit mit der Lektüre dieses Buchs beenden (das behauptet Geurtz auch nicht). Dafür ist meist die zeitweilige Unterstützung durch erfahrene Therapeuten notwendig. „Suchtfrei“ ist jedoch für mich das Buch, dass ich gerne und oft empfehle, wenn es darum geht, dieses Thema besser zu verstehen und einen Therapieansatz kennenzulernen, der auch mit dem Menschenbild der Gewaltfreien Kommunikation sehr harmoniert.

Jan Geurtz, „Suchtfrei – die Illusion durchschauen

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