Aus dem Nähkästchen erfolgreicher Trainer – Thomas Reich, Pumacy Management Forum
In der Reihe „Aus dem Nähkästchen erfolgreicher TrainerInnen“ finden Einsteiger in das Trainings- und Beratungsgeschäft wichtige Erfahrungswerte und handfeste Tipps für ihr Marketing, Akquise und Selbstmanagement.
Ich freue mich sehr, für das dritte Interview Thomas Reich aus Neustadt/Orlau gewonnen zu haben – langjähriger Berater, Trainer und Mediator, Geschäftsführender Gesellschafter von Pumacy Management Forum GmbH.
Name: Thomas Reich
Homepage: www.management-forum.net
Seit wann sind Sie selbständig als Trainer- oder Berater?
Berater seit 1990,
selbständig seit 2001
Aus dem Nähkästchen erfolgreicher Trainer, Roland Kopp-Wichmann
Mit der Interviewserie „Aus dem Nähkästchen erfolgreicher TrainerInnen“ möchten wir Neulingen im Trainingsgeschäft handfeste und praxisrelevante Tipps geben für Marketing, Akquise und Selbstmanagement.
Wir freuen uns sehr, für das zweite Interview Roland Kopp-Wichmann aus Heidelberg gewonnen zu haben – langjähriger Berater und Trainer für Persönlichkeitsentwicklung.
Seine Homepage www.persoenlichkeits-blog.de
Seit wann bist du selbständig als Trainer- oder Beraterin?
Seit 1983
Welchen Grundberuf oder Erstausbildung hast du?
Ich war mal Bankkaufmann, arbeitete als EDV-Operator, Werbetexter und Versicherungsvertreter. Dann holte ich mein Abitur in zweieinhalb mühevollen Jahren nach. Danach ein Jahr im Kibbuz in Israel Wartezeit auf einen Studienplatz in Psychologie. Mit 27 Jahren konnte ich dann endlich studieren.
MehrRichtig reich werden – Selbständigkeit aus integraler Sicht – Teil 2
(Zum ersten Mal hier? Du fragst dich, was „integral“ überhaupt heißt? Dann wirst mehr Spaß an diesem Artikel haben, wenn du Teil 1 von „Richtig reich werden“ zuerst liest.)
Für alle anderen…. was lernen wir also für unser „Richtig reich-Projekt“, wenn wir uns den Quadranten „Oben-Rechts“ der „integralen Weltkarte“ zu Gemüte führen?
MehrWofür werden Seminarleiter bezahlt?
Das fragt der Schweizer Hypnotherapeut Hans-Peter Zimmermann auf seinem provokant-lesenswerten Hypnoseausbildung-Blog.
Hans-Peter Zimmermann meint:
Gestern traf ich in London einen Seminarleiter, der mir gestand, er könne stundenlang auf der Bühne stehen ohne Pause, und er sei auch nach einem Seminar noch tagelang total aufgekratzt.
Die Frage sei erlaubt, ob da die Energie nicht in die falsche Richtung fliesst. Dazu müsste man sich die Seminarteilnehmer nach dem Seminarbesuch anschauen. Natürlich kann es vorkommen, dass ein Teilnehmer so viel positive Veränderung erlebt hat, dass sein Nervensystem diesen Stress erst einmal verarbeiten muss. Aber grundsätzlich sollte am Ende des Seminars eher der Seminarleiter müde und die Teilnehmer topfit sein.
Interessante Meinung, die ich allerdings nicht teile. In unseren Seminaren zur Gewaltfreien Kommunikation ist das häufigste Feedback von Teilnehmern, dass sie am Ende „abgefüllt“, „erschöpft“, „voll“ etc. sind – genau wie wir. Meine Erklärung dafür ist ziemlich simpel: Wir machen keine „Fühl-dich-wohl-Seminare“, in denen wir alle (unausgesprochenen) Bedürfnisse der Teilnehmerinnen erfüllen (dann wären sie am Ende künstlich „high“, so wie dies in vielen dubiosen „Motivationstrainings“ passiert).
MehrWas ich gerne zu Beginn meiner Selbständigkeit gewusst hätte…
Hier ein paar meiner persönlichen Erfahrungen zu den Themen Existenzängste, den Magazinen der Weiterbildungsszene, dem Weiterbildungsmarkt, Businessplänen, Honoraren etc.
Existenzängste – was sie ausdrücken und wie damit umgehen?
Zu Beginn meiner Selbständigkeit waren Existenzängste laufend präsent – wie eine unangenehme Hintergrundmusik im Restaurant. Ich hatte Angst nicht genug Geld zu verdienen, meine Familie nicht versorgen zu können, in dieser Gesellschaft als Versager dazustehen etc. Heute weiß ich: Dahinter stand der unbewusste Versuch, mich davor zu bewahren, dass die schmerzlichsten Glaubenssätze über mich selbst (z.B. „Ich bin nichts wert, wenn ich nichts erreiche, tue, mache, verdiene etc.“) sich bewahrheiten könnten.
Glaubenssätze haben nichts mit Fakten oder der Realität zu tun, sie sind „nur“ Gedanken. Im Grunde geht es bei Existenzängsten um die alte Frage „Wer oder was bin ich wirklich?“. Wie definiere ich meine Identität? Was macht mich „wertvoll“? Wenn ich das vor 10 Jahren gewusst hätte, hätte ich mich noch früher mehr mit meiner „Innenwelt “ und meine schmerzlichen Glaubenssätzen befasst.
MehrAus dem Nähkästchen erfolgreicher TrainerInnen – Ingrid Holler, München
Mit der Interviewserie „Aus dem Nähkästchen erfolgreicher TrainerInnen“ möchten wir Neulingen im Trainingsgeschäft handfeste und praxisrelevante Tipps geben für Marketing, Akquise und Selbstmanagement.
Wir freuen uns sehr, für das erste Interview Ingrid Holler aus München gewonnen zu haben, die seit 1986 mit ihrer Firma Ingrid Holler & Team am Markt ist.
Welchen Grundberuf oder Erstausbildung hast du?
…Studienrätin (Englisch/Deutsch)
Welche Fortbildungen hast du speziell für Deine Trainertätigkeit absolviert?
…Didaktik+ganzheitliche Lernmethoden (Suggestopädie), Rhetorik/Präsentation+SoftSkills, Kommunikation, Mediation, Trainerin in Industrie und Wirtschaft, Improtheater, Gewaltfreie Kommunikation, u.v.m.
Klärungshilfe 3 – Das Praxisbuch, Christoph Thomann, Christian Prior
„Klärungshilfe 3 – das Praxisbuch“ bietet, wie schon Klärungshilfe 2 einen weiteren tiefen Einblick in die Arbeit eines Mediators. Diesmal beschreibt Christian Prior, ein von Christoph Thomann ausgebildeter Klärungshelfer, die Mediation zwischen drei zerstrittenen Geschäftsführern einer Privatklinik.
Mir gefällt auch der dritte Band der Klärungshilfe außerordentlich gut, da er sich wohltuend von der so weit verbreiteten „Ich-bin-auch-MediatorIn-Literatur“ abhebt. Christian Prior beschreibt detailliert und ungeschminkt menschlich seine Vorgehensweise von der Auftragsklärung bis zur Nachsorge der Konfliktklärung. Davon werden vor allem Anfänger in der Mediation enorm profitieren können, aber auch für „alte Hasen“ ist die detaillierte Schilderung der Konfliktklärung spannend und oft lehrreich.
Wie schon Christoph Thomann in Band 2 so legt auch Christian Prior großen Wert darauf, seine inneren Dialoge und Entscheidungsprozesse offen zu legen, um so den LeserInnen seine Vorgehensweise verständlich zu machen. Gerade diese menschliche Offenheit und Tiefe ist es, die die Klärungshilfe-Bücher von der Masse der Mediationsliteratur abhebt. Hier wird nicht versucht, die „neueste Methode der Konfliktklärung“ zu verkaufen, sondern es wird deutlich, dass in Konflikten nur „radikale Ehrlichkeit und tiefe Empathie“ weiterhilft.
Ein klein wenig bedauerlich fand ich die Tatsache, dass die Klärungshilfe 3 keine wesentlichen Ergänzungen gegenüber dem Vorgängerband bietet. Der Theorieteil ist sehr kurz (diese wird in Band 2 behandelt), der Schwerpunkt liegt auf der fast minutiösen Beschreibung der Mediation zwischen den 3 beteiligten Chefärzten. Hilfreiche Checklisten zu den verschiedenen Phasen der Klärung beschließen den Band.
Alles in allem ist Klärungshilfe 3 – das Praxisbuch ein weiteres Highlight aus der Reihe „Klärungshilfe“, dem ich weite Verbreitung wünsche.
Auftragsklärung für die Team-Mediation (in Organisationen)
Team-Mediationen sind wahrscheinlich die „Kür“ für alle Mediatoren. Eine gute Vorbereitung ist auf jeden Fall hilfreich, für die Arbeit in (hierarchischen) Organisationen ist sie unabdingbar, wenn man nicht zahlreiche Fettnäpfchen tappen möchte.
Einen kurzen Leitfaden für die Auftragsklärung finden Konfliktberater hier, und hier eine Auswahl an Fragen für die Auftragsklärung, die sich in der Praxis bewährt haben.
By the way, das beste Praxisbuch für diese Arbeit ist immer noch die „Klärungshilfe 2“ (früher „Klärungshilfe im Beruf“) von Christoph Thomann.
Ganz neu ist jetzt das „Klärungshilfe 3 – Praxisbuch“ erschienen, dass einen Fall aus der Mediationspraxis im Detail beschreibt.





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